Was wir wollen!!!!!

Wir sind eine Gruppe sich politisch verantwortlich fühlender Menschen,

die mit S elbst O rganisierter S olidarität

die Geschichte und die Geschicke dieser Straße ins Positive wenden will.

Als immer mehr Nahversorger schlossen sagten wir:

Halt, das kann nicht sein.

Als der bunte Waren-Mix immer mehr durch Handyshops, Billiganbieter und Wettbüros ersetzt
wurden, sagten wir:

Halt, das kann nicht sein.

Als die Volkshochschule die Buchhandlung schloss, weil sie ihr zu teuer schien, sagten wir:

Nein, das kann nicht sein. Und hunderte folgten dem Demonstrationsaufruf.

Als nun in die ehemalige Buchhandlung ein Cashpoint einzog sagten wir:

Basta, Ende, Stop, Halt, das kann nicht sein.

Als bei einem Überfall auf ein Wettbüro ein Mitarbeiter eines Wettlokales fast zu Tode kam, sagten wir:

Halt, das kann nicht sein.

Es kann nicht sein, dass sich eine einst blühende Straßenlandschaft zu einer Öde von Spielhallen und Wettbüros verwandelt wird, bei deren Besuch man des Lebens nicht mehr sicher ist.

Es kann nicht sein, dass sich ein Krebsgeschwür von Wettstationen, ein Monster entwickelt hat, das den armen, einsamen und unglücklichen auf ihrer Suche nach ein bisschen Glück und Sicherheit das wenige Geld aus der Tasche zieht, das letzte Hemd auszieht, die Jugen in die Sucht treibt, die verzweifelten Frauen in die Prügel der frustrierten Männer.

Als wir bei den zuständigen lokalen Verantwortungsträgern vorsprachen sagten sie:

Wir bedauern, aber es kann sein.

Sie scheinen keinen Einfluss mehr auf die Verhältnisse zu haben (oder haben zu wollen) und wir sagen nun ultimativ nein:

Unsere Geduld ist erschöpft.

Es kann nicht sein, dass eine Entwicklung, der großen Mehrheit der Reinprechtsdorfer Schaden zufügt, die politisch Verantwortlichen sich entweder für nicht zuständig oder ohnmächtig erklären, und eine kleine Minderheit von diesem Vorgang große Gewinne zieht.

Das setzt die elementarsten Voraussetzungen demokratischer Verhältnisse außer Kraft und kann und darf nicht akzeptiert werden.

Wir haben uns daher entschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und eine Wende herbeizuführen.

Wir werden diese demokratisch, sozial verträglich, wirtschaftliche machbar und erfolgversprechend einleiten, indem wir uns an jeden wenden, der aus welchem Grund immer ein Interesse an einem friedlichen, lebenswerten Reinprechtsdorfer Straßenraum hat.

Jeder der Ideen hat ist wichtig, jede die helfen will, ist wichtig, wir schaffen es nur gemeinsam oder gar nicht.

Die Reinprechtsdorfer Straße kann besser werden, wenn Ihr es wollt.

Wir wollen.

Wir wollen daher am 06. Oktober mit einer Aktion am Siebenbrunnenplatz und Teilen einer gesperrten Reinprechtsdorfer Straße in gesamt Wien Aufmerksamkeit erwecken, weil das Glücksspielgesetz ein Landesgesetz ist.

Wir wollen uns mit den StraßenbewohnerInnen aus ähnlichen Problemstraßen vernetzen um gemeinsam unsere Erfahrungen zu nutzen.

Wir wollen alle MA Mitarbeiter, die bereit sind, nicht nur Dienst nach Vorschrift zu machen, sondern uns helfen wollen, herzlich einladen, es zu tun.

Wir werden uns bei dieser großen Protestversammlung mit der Losung:

Stop und Rückbau der Wettlokale :sofort:

Kennenlernen, werden uns in Beziehung setzen, uns verbindlich machen.

Wir werden daraufhin einen Leitplan für die wiederzubelebende Straße in initiieren, an dem sich sowohl die AnrainerInnen als auch Experten beteiligen werden.

Dieser Plan, diese Entwicklung wird nicht von heute auf morgen umzusetzen sein, aber Schritt für Schritt.

Wir werden gemeinsam das Ziel erreichen, weil es notwendig ist, weil wir es uns wert sind und  weil die Alternative eine etwa 15 jährige Hölle sein wird, in der sich das Glücksspeil so weit ausgebreitet haben wird, bis alle anderen Lokale eingegangen sind, alle Häuser von AltmieterInnen leergeräumt sein werden, weil sie dann in hochpreisig Luxuswohnungen umgewandelt werden sollen.

Mutig in die neuen Zeiten. Glück auf. Vamos. Lets do it. Schau ma a mal.

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