Lesenswerte Artikel zum Thema „Kleines Glücksspiel“

Biber:

„Spühts eich net!“
heißt der Beitrag von Bahar Tugrul vom 31.01.2013. Es geht um die Geschichte eines 71-Jährigen Mannes der sich wegen seiner Spielsucht hoch verschuldete und seine Wohnung verkaufte um weiter spielen zu können.

Lokalaugenschein im Spiellokal

Im Sommer 2011 machten sich Amar Rajković und Clemens Neuhold vom Biber auf den Weg in ein Spiellokal. Sie verbrachten einige Zeit damit die Spieler an den Automaten zu beobachten. Ihr Bericht erzählt von enttäuschten Hoffnungen, zerbrochenen Ehen und kurzen Glücksmomenten.

Sehr lesenswert: www.dasbiber.at

Standard:

Bianca Blei berichtet am 31.01.2013 von jugendlichen Automatenspielern, Beschaffungskriminalität und einer Sammelklage gegen die Novomatic.

Lesenswert: derstandard.at

Studien:

Peter Pilz von den Grünen hat eine Studie veröffentlicht: Darin schreibt Pilz, das 160.000 Menschen in Österreich krankhaft spielsüchtig sind, die meisten begannen an Glücksspielautomaten zu spielen. Weitere 240.000 Österreicher sind massiv gefährdet spielsüchtig zu werden.

80 bis 90 % aller Spielsüchtigen spielten anfangs an Glücksspielautomaten und 40 bis 70 % tun es heute noch.

In der Jugendstrafanstalt Gerasdorf (Gesamtkapazität von 122 Strafgefangenen) sind rund die Hälfte aller Häftlinge  wegen Beschaffungskriminalität – um ihre Spielschulden zu bezahlen, oder aufgrund ihrer Spielsucht – verurteilt worden.

Kongressbeitrag für „Momentum 2011 – Gleichheit“
Das Spiel mit dem Glück – eine ungleiche Bilanz“ von Michael Heiling

In seinem Vortrag (2011) fasste Michael Heiling die Kosten der Spielsucht für die Allgemeinheit zusammen: Arbeitslosigkeit, Therapiekosten, Verschuldung der Spielsüchtigen und Beschaffungskriminalität.

So gaben 22,4 % aller hilfesuchenden Spielsüchtigen an, dass sie ihren Arbeitsplatz wegen ihrer Spielsucht verloren haben. Daraus entstehen dem AMS Kosten von 30.441.803 Euro!

Die Kosten für die Therapie von 7005 Spielsüchtigen beziffert Heiling mit 7.635.450 Euro.

16,9 % aller pathologischen Spieler begingen Straftaten um ihre Spielsucht zu finanzieren, davon sind über 8 % bereits vorbestraft: Heiling beziffert die Kosten für Gerichtsverfahren, etc. für die 2659 Betroffenen mit 52.669.472 Euro.

Über 85 % aller Spielsüchtigen sind mit durchschnittlich 44.834 Euro verschuldet.

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