Republik Reinprechtsdorf ist Zukunfts-Ella-Preisträger!

Pflanzen auf Rädern

Eigentlich vergeben Republiken ja Preise an verdiente BürgerInnen. Diesmal war alles ganz anders. Die Republik Reinprechtsdorf erhielt von der Lokalen Agenda 21 in Wien (zur Förderung von Bürgerbeteiligungsprozessen) einen Preis für ein noch nicht realisiertes Projekt: Pflanzen auf Rädern. Schöne verkehrte Welt? Oder eine gute Idee? Eine richtig gute Idee finden die Mitglieder der Republik.

Aus 96 Einreichungen wurden 10 Ideen zur Verbesserung der Lebensqualitäten in Wien prämiert. Jede der 96 Projekte ist großartig. Die Gewinnerprojekte reichen von Zeittauschbörsen über Fahrradinitiativen bis hin zu Pflanzen auf Rädern. Würden alle 96 Ideen umgesetzt wäre Wien eine noch schönere Stadt.

Die Republik Reinprechtsdorf wurde vor zwei Jahren im Hof des Boulevardmagazins Augustin ausgerufen. Die Bürgerinitiative hat sich zum Ziel gesetzt NachbarInnen in Margareten aufzuzeigen, dass es wertvollere Freizeitbeschäftigungen gibt, als in einem der 10 Wettlokale und Automatenhöllen auf der Reinprechtsdorferstraße Geld gegen vermeintliches Glück einzutauschen.

Die BI hat bei zwei Festen bereits viele NachbarInnen glücklich gemacht: sie verschenkten Pflanzen an PassantInnen und ließen unzählige Bands an heißen Nachmittagen am Siebenbrunnenplatz auftreten. Und genau auf diesem Platz soll das neue Projekt der BI, „Pflanzen auf Rädern“, verwirklicht werden. In den nächsten Jahren sollen auf der charmebefreiten Betonfläche eine Art „schiebbares“ Urban Gardening entstehen. In rollbaren Holzkästen werden Kräuter, Gemüse und Blumen angepflanzt. Die Kisten werden mit Rollen versehen, damit sie an Markttagen und bei Veranstaltungen weggeschoben werden können. Lokale BetriebesinhaberInnen, NachbarInnen und SchülerInnen sollen jeweils in einem Kasten Pflanzen ansähen, wässern und betreuen. Ernten kann jeder und jede der vorbeikommt.

Die Vorstandsvorsitzenden Maria Vassilakou übergab den „BürgerInnnen“ der Republik Reinprechtsdorf die Urkunde und den Preis. In den nächsten drei Jahren wird die Agenda 21 der Bürgerinitiative zur Seite stehen, damit der langweilige, betonlastige Siebenbrunnenplatz zu einer innerstädtischen Grünoase und Treffpunkt für NachbarInnen wird.

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